Die Geschichte des Saarlandes von 1976 bis heute

1959 bis 1979: 

Franz-Josef Röder (CDU) lenkt als Ministerpräsident die Geschicke des Saarlandes. In dieser Zeit werden Recht, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik an das politische System der Bundesrepublik Deutschland angepasst und die Infrastruktur ausgebaut. Seit Mitte der sechziger Jahre setzt eine strukturelle Krise der Montanindustrie ein. In den siebziger Jahren wird ein Strukturwandel eingeleitet, deutlich sichtbar durch die Gründung der Ford-Werke in Saarlouis. 

     

1979 – 1985: 

Werner Zeyer (CDU) wird nach dem Tod Franz-Josef Röders Ministerpräsident. Die Stahlkrise erreicht Anfang der achtziger Jahre einen ersten Höhepunkt. Ein sozial verträgliches Restrukturierungsprogramm wird eingeleitet. 

     

1985 – 1999: 

Bildung einer SPD-Regierung unter Ministerpräsident Oskar Lafontaine, ab 1998 unter Reinhard Klimmt. Die Montanindustrie stabilisiert sich mit einem überlebensfähigen Kern. Die wirtschaftliche Entwicklung erhält Impulse durch renommierte Forschungseinrichtungen. Der Bund gewährt dem Saarland 1995 eine Teilentschuldung. 

     

1999:

Die CDU erringt bei den Landtagswahlen die absolute Mehrheit; Peter Müller wird Ministerpräsident. Forcierung des Strukturwandels mit Förderung innovativer Technologien. Das Saarland führt als erstes Bundesland das achtjährige Gymnasium ein. Das Deutsche Institut für Wirtschaft kürt das Saarland 2003 zum dynamischsten Bundesland mit der Begründung, dass das Saarland in allen wirtschaftlichen Parametern sich besser als der Bundesdurchschnitt entwickelt hat.

     

2004:

Peter Müller als Ministerpräsident wiedergewählt, nachdem die CDU erneut die absolute Mehrheit erringt. 

     

2009:

Bei der Landtagswahl am 30. August 2009 verliert die CDU ihre absolute Mehrheit. Gemeinsam mit FDP und Grünen schmiedet Peter Müller die erste schwarz-gelb-grüne Regierungskoalition in Deutschland. Mit diesem sogenannten »Jamaika-Bündnis« wird ein neues Kapitel in der deutschen Parteiengeschichte aufgeschlagen. Am 10. November 2009 tritt Peter Müller seine dritte Amtszeit als Ministerpräsident an und verantwortet gleichzeitig auch das Justizressort. 

     

2011/2012:

Durch Zustimmung der Koalitionspartner FDP und Grüne wird Annegret Kramp-Karrenbauer am 10. August 2011 Ministerpräsidentin.

     

6. Januar 2012:  

Annegret Kramp-Karrenbauer teilt mit, die Jamaika-Koalition wegen parteiinterner Personalquerelen der Landes-FDP aufzulösen. Bei den Landtagswahlen am 25. März 2012 erhält die CDU 35,2 Prozent und bleibt stärkste Partei. CDU und SPD einigen sich im April auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag und den Zuschnitt des künftigen Kabinetts. Am 9. Mai 2012 wird Annegret Kramp-Karrenbauer zur Ministerpräsidentin einer Großen Koalition wiedergewählt

     

am 30. Juni 2012  

endet der Bergbau im Saarland mit einem offiziellen Festakt in Ensdorf.

 

 Quelle: saarland.de