Website Thomas Abel
 Großregion SaarLorLux

Die Obermosel

Schengen, Foto: Denise Hastert

Den rd. 45 km langen Flussabschnitt der ›Obermosel‹ beginnt im Süden am ›Moseltor‹ im deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländereck bei Perl. Der Moselabschnitt der ›Obermosel‹ endet im Norden an der Einmündung der Saar bei Konz auf der rechten Moselseite, bzw. der Sauer bei Wasserbillig auf der linken Moselseite. Den Moselabschnitt bezeichnet man auch ›Burgundermosel‹.  

Die Mosel bildet vom sogenannten ›Moseltor‹ im Süden bei Perl, Apach und Schengen ein »Dreiländereck«. Von hier bis zur Einmündung der Sauer (franz. »Sûre«) in die Mosel bei Grevenmacher bildet der Fluss die Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz einerseits und Luxemburg andererseits.  


Foto: Conny Endries

Dieser hier als Obermosel bezeichnete Flussabschnitt ist jedoch nicht identisch mit dem geographischen Oberlauf der Mosel. Der Oberlauf erstreckt sich in Elsass-Lothringen (Region Grand Est) von der Quelle der Mosel bei Bussang in den Vogesen über Épinal und Nancy bis etwa nach Metz.

Fährt man von Perl moselaufwärts, bemerkt man an der anderen Straßenbeschilderung und -markierung oder an den etwas anderen Erscheinungsbild der Häuser und Ortschaften, eben dem französisch geprägten Flair, dass man sich in Frankreich befindet. Orte wie Apach direkt hinter der Grenze, Sierck-les-Bains, Rodenmack oder Thionville lohnen allemal einen Ausflug zu unseren französischen Nachbarn.

Genau gegenüber von Perl, auf der moselabwärts links liegenden Moselseite, liegt Schengen. Wohl jeder kennt den Ort in Luxemburg durch das gleichnamige Abkommen, u.a. über den Wegfall der Zollkontrollen innerhalb der beigetretenen Staaten.


Geschichte

Nachbau Weinschiff ›Stella Noviomagi‹, Neumagen

Schon vor über 2.000 Jahren besiedelten die Römer unsere Region, welche vorher bereits von Kelten bewohnt worden war. Die Römer bauten auf keltischen Grundmauern, besiedelten das Gebiet, bauten Bodenfrüchte und Wein an und betriebenen lebhaften Handel.

Schiffe brachten die Waren vor allem moselabwärts und versorgten so die Legionen, unter anderem auch »Augusta Treverorum«, das heutige Trier. Vor über 2.000 Jahre gegründet ist Trier die älteste Stadt Deutschland. Die Römerschiffe brachten so auch den Wein moselabwärts. In Neumagen, zwischen Trier und Bernkastel gelegen, kann man heute ein »Weinschiff« als Relikt dieser Zeit bestaunen. Einerseits eine Steinskulptur (die Nachbildung eines Römerschiffes), andererseits der Nachbau eines solchen Holzschiffes, mit welchem man eine Rundfahrt auf der Mosel unternehmen kann. (Infos: mit dem Weinschiff auf der Mosel finden Sie hier:)

Römisches Weinschiff, Rheinisches Landesmuseum Trier

Für Ausflüge in die nähere Umgebung, gleich ob mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, bieten sich neben vielen anderen Ausflugsmöglichkeiten u.a. die Städte Luxemburg, Trier und Metz an.

Moselabwärts überschreitet man die Landesgrenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Vorbei am Schoss Thorn ist man in wenigen Minuten von Nennig aus in Palzem, dem südlichsten rheinland-pfälzischen Weinort an der Mosel. Hier trennt die Bundesstraße nicht den Ort von der Mosel, sondern die B419 verläuft östlich des Ortes.

Die weiter moselabwärts liegenden Orte wie z.B. Nittel sind vor allem für Weinliebhaber lohnenswerte Ziele. Ebenso schnell ist man aber über die Straßenbrücke zwischen Perl und Schengen oder die Brücken zwischen Nennig und Remich, Wincheringen und Wormeldange oder Wellen und Grevenmacher in Luxemburg.

Moselabwärts beginnt in Trier die Mittelmosel mit ihrer schier unendlichen Zahl von kleinen und größeren Weinorten. Vorbei an dem Unterlauf des Flussen, der sog. ›Terrassenmosel‹ mündet die Mosel schließlich nach 544 km am ›Deutschen Eck‹ in den Rhein.