Wellen

Wellen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz

Wellen liegt im Westen der Verbandsgemeinde Konz, an der Mosel, zwischen Temmels und Nittel, gegenüber der luxemburgischen Gemeinde Grevenmacher, mit der sie durch eine Brücke verbunden ist. Am Ort vorbei verläuft die Moselweinstraße B 419.

Der alte Ort wurde durch den Bau der Eisenbahnlinie entlang der Mosel zerschnitten. 1878 erhielt Wellen seit der Eröffnung der Bahn einen eigenen Bahnhof und ist Haltepunkt der Bahnstrecke »Wittlich-Perl« auf dem Teilstück zwischen Trier und Apach (Obermoselstrecke).

Seit Anfang der 1960er Jahre befindet sich hier eine Staustufe und eine Verladeeinrichtung für die Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerke (TKDZ).

       

Geschichte

Um 500 v. Chr. wohnen die Treverer, ein Volkstamm der Kelten, in dieser Gegend. Sie wurden um 50 v. Chr. von den Römern unterworfen. Die Römer unter Gaius Julius Caeser gründeten ihre Hauptstadt »Augusta Treverorum« (das heutige Trier), Hauptstadt der Treverer, genannt.

Die Römer beherrschten ca 500 Jahre unsere Gegend. Um 200 n.Chr. wurde die römische Villa in Wellen erbaut. 

Durch die 375 n.Chr. einsetzende Völkerwanderung und die dauernden Einfälle germanischer Volksstämme wurde dem ehemals so starken römischen Reich der Untergang bereitet.

412 wurde die Gegend von den Franken heimgesucht und Trier zerstört.

451 zogen die Hunnen von Metz aus kommend an der Mosel entlang nach Trier

464 setzten sich die Franken in der Region fest und gaben der Gegend eine neue Einteilung in Gaue und Pflegschaften. Wellen gehörte zum Moselgau, dessen wichtigste Orte Diedenhofen, Sierck, Remich, Saarburg und Grevenmacher waren.

Im Jahre 646 soll Wellen zum ersten Male mit dem fränkischen Wort »Vualeheim« genannt worden sein. Der Name wandelte sich später in »Valem«, »Welem« und schließlich »Wellen«.

Möglicherweise  stammt der Name »Wellen« von dem Personennamen »Wale« eines fränkischen Siedlers ab, der sich mit seiner Sippe an diesem Ort niederließ.

Im Jahre 874 wird Wellen als »Wevelon« sowie im frühen Mittelalter als »Vualeheim« erwähnt.            

Nach 1150 gehörte der Ort zu Luxemburg, später zu den Burgundischen -, den Spanischen - und den Österreichischen Niederlanden.