Perl und Nennig im Mittelalter 

Erste schriftliche Überlieferungen über die Region sind aus dem 9. Jahr-hundert bekannt.

893 schenkte König Arnulf den Ort Besch dem Trierer Kloster St. Maximin. Einen Teil ihres Nenniger Besitzes schenkten die Erzbischöfe von Trier 924 einem Adligen namens Luitfried.

964 brachte Graf Siegfried von Luxemburg seine Besitztümer in Oberleuken zum Altar des heiligen Petrus in Trier. 

Sinz gehörte zu den Pfarreien, welche im 10. Jahrhundert zur Wallfahrt nach Mettlach verpflichtet waren. In diesem Zusammenhang wird Büschdorf als Filiale von Tünsdorf erwähnt. 

Wochern erscheint 1084 als Besitz der Benediktinerklosters Rettel. 

Weiter werden genannt: 1127/30 Udelin von Hellendorf, 1129 Sigendorf (Sehndorf), 1152/57 die Ritter von Perl als Lehnsleute der Her­zöge von Lothringen, 1180 die Ritter Bovo und Reiner von Berg, im 13. Jahrhundert Tettin­gen als Lehen derer von Berg, 1309 Gertrudis von Kesslingen. 

1340 wird Schloss Bübingen durch Gobel von Remich, Probst von Luxemburg, erbaut. 

Im 14. und 15. Jahrhundert ist ein Adelsgeschlecht in Besch sesshaft. 1533 wird Wirich von Putlyngen mit Münzingen belehnt. 

Borg erscheint erstmals im Visitationsbericht von 1569. 

Tettingen-Butzdorf, Sinz und Ober­leuken westlich der Leuk unterstanden dem Kurfürsten von Trier.

In Nennig mußten diese sich die Herrschaft mit den Grafen von Luxemburg und den Herzögen von Lothringen tei­len. 

Wochern gehörte teils zu Lothringen und teils zu Luxemburg. 

Die Landesherrschaft über Besch und Borg übten die Grafen von Luxemburg aus, ebenso über Berg, Bübingen und Teile von Nennig und Wies. Diese Orte wurden mit Luxemburg 1551 dem spanischen Zweig des Hauses Habsburg zugewiesen und zählten erst 1713 durch den Frieden von Utrecht wieder zu den österreichischen Erblanden.              

Die Orte Perl, Oberperl und Sehndorf bildeten eine eigene reichsunmittelbare Herrschaft im Besitz des Trierer Domkapitels.