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Die Mosel

Die Mosel (franz. ›Moselle‹, luxemb. ›Musel‹) ist der größte deutsche Nebenfluss des Rheins.

Ihren Namen hat die Mosel von den Kelten bekommen, die in der Region ab 500 v.Chr. erste Siedlungen errichteten. Sie nannten den Fluss ›Mosea‹. Der wichtigste Stamm der Kelten waren die ›Treverer‹.

Die Mosel fließt durch Frankreich, Luxemburg und die deutschen Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz. Als typisch für die Mosel gilt besonders die Tallandschaft entlang ihres stark gewundenen Unterlaufs, die von Weinbau an teils steilen Hängen geprägt ist.

Der Fluss wurde von den Moselanliegerstaaten ab 1958 bis Neuves-Maisons kanalisiert und damit zur Großschifffahrtsstraße ausgebaut.

Sie ist nach dem Rhein die zweitwichtigste Schifffahrtsstraße Deutschlands und zählt zu den am meisten befahrenen Wasserstraßen in Europa. Die Bewohner an der Mosel nennt man ›Moselaner‹.

        

Geografie

Die Mosel entspringt nahe dem Col de Bussang in den südlichen Vogesen auf 715 Meter Höhe und mündet nach 544 Kilometern am Deutschen Eck (59 m ü. NN) in Koblenz von Westen in den Rhein. 

Der mittlere Abfluss an der Mündung beträgt 328 m³/s, womit die Mosel nach Aare (560 m³/s) und vor Main und Neckar der zweitgrößte Nebenfluss des Rheins ist.

     

Flussabschnitte

Der Moselabschnitt vom deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländer-eck bei Perl bis zur Einmündung der Saar bei Konz kurz vor Trier wird in Deutschland (geographisch unkorrekt) als ›Obermosel‹ bezeichnet. Die Talhänge der Obermosel (auch »Burgundermosel« genannt) gehört mit überwiegend Muschelkalkböden geologisch zum sogenannten »Pariser Becken«.

Der Bereich von Trier bis Pünderich wird Mittelmosel, der Abschnitt zwischen Pünderich und der Mündung in Koblenz Untermosel oder auch Terrassenmosel genannt.


Charakteristisch für Mittel- und Untermosel sind die tief in die Hochflächen des Rheinischen Schiefergebirges eingeschnittenen Talmäander, deren markantester der Cochemer Krampen zwischen Bremm und Cochem ist, sowie die Weinbergterrassen.

Ab dem Dreiländereck markiert die Mosel die gesamte saarländisch-luxemburgische Grenze.

        

Angrenzende Mittelgebirge

Von Trier an abwärts trennt die Mosel die beiden Mittelgebirge Eifel (nord-westlich) und Hunsrück (südöstlich).

     

Wichtige Orte

in Frankreich: Remiremont, Épinal, Toul, Pont-à-Mousson, Metz, Thionville, Cattenom

in Luxemburg: Schengen, Remich, Grevenmacher, Wasserbillig

in Deutschland: Perl, Nennig, Wasserliesch,  Konz, Trier, Schweich, Neumagen-Dhron, Bernkastel-Kues, Kröv, Traben-Trarbach, Zell, Alf, Ediger-Eller, Beilstein, Cochem, Kobern-Gondorf, Winningen, Koblenz.

       

Nebenflüsse

Die drei größten Nebenflüsse der Mosel sind nacheinander Meurthe, Saar und Sauer.

Die Meurthe war der alte Oberlauf der Mosel, bis diese den einstigen Oberlauf der Maas angezapft und übernommen hatte, der am Zusammenfluss aber nur wenig mehr Wasser führt als die Meurthe.

Die Saar ist von allen Zuflüssen sowohl der wasserreichste (78,2 m³/s) als auch der längste (246 km).

Die Sauer ist größter linker Nebenfluss und entwässert das Gebiet beiderseits der deutsch-luxemburgischen Grenze.

Der am Mündungspunkt relativ zur Mosel größte Nebenfluss ist die Moselotte, die etwa 40 % wasserreicher ist und damit den Hauptstrang des Mosel-Systems darstellt.

An ihrer eigenen Mündung führt die Mosel nach 544 km Lauf 328 m³/s dem Rhein zu.