Das Grab des Hunnenkönigs Attila

Südlich des Würzbachtals liegt die »Grenze« zwischen Buntsandstein und Muschelkalk. An den bewaldeten Hängen des Würzbachtales geht der Buntsandstein in Muschel-kalkboden über.

Nicht weit hiervon soll sich nach Legenden das Grab des Hunnenkönigs Attila befinden. Gleich 2 Legenden berichten von dem Ort der Beisetzung:

Auf dem Höhenrücken zwischen Rubenheim, Wolfersheim, Ballweiler und Erfweiler-Ehlingen befindet sich eine Grabhügelgruppe aus der älteren Hallstattzeit (ca. 800 bis 630 vor Chr.). Diese Grabhügelgruppe umfasst 34 Gräber, welche jeweils durch einen Steinkranz als »Heiliger Bezirk« abgegrenzt waren.

Der Sage nach soll sich in diesem »Heiligen Bezirk« auch das Grab des Attila (434 – 453 n. Chr.) befinden.

Als die wilden Reiterscharen der Hunnen nach der Schlacht auf den »Katalaunischen Feldern« bei Châlons-en-Champagne im Jahr 451 wieder zurück in Richtung Rhein flohen, kamen sie auch in unsere Region.

Attila hatte sein Ende nahen gesehen, erkannte aber bald, dass diese Schlacht keine vollkommene Niederlage für ihn war. Theoderich, Führer der Westgoten, war in der Schlacht gefallen, und Rom hatte seine Kraftreserven verbraucht. Also plante Attila nun den direkten Angriff auf die römischen Kernländer.

Doch nur zwei Jahre später ist Attila tot. Er hatte kurz vor seinem Tod ein hübsches Mädchen namens »Ildico« zu seiner Frau gemacht. Nachdem er das Hochzeitsfest exzessiv gefeiert hatte, starb Attila in seiner Hochzeitsnacht in den Armen seiner schönen, jungen Braut an einem Blutsturz. 

Großes Wehklagen erhob sich unter seinen Kriegern, nur ungern ließen sie seinen Leichnam im fremden Lande zurück. Also suchten sie einen Ruheplatz für ihren toten Herrn, wo ihn nie ein Römer oder ein Germane finden werde.

Um den Leichnam vor Schändungen zu schützen, brach ein Trupp von Hunnen nach Westen auf, um ihren König in einer einsamen Gegend im Bliesgau zu bestatten.

Um seinen Leichnam vor Schändungen zu bewahren, bestatteten ihn 12 seiner Getreuen in einem goldenen Sarg auf einer »entlegenen Anhöhe in einem dichten Wald«, dem »Schornwald«. Sie schütteten darüber  Hügel auf.

Ausgrabungen stellten bei einem Hügel 3.030 Steine mit einem Gesamtgewicht von 8.870 kg fest, welche 6 m hoch angehäuft waren.

Um das Gran vollständig unkenntlich zu machen errichteten die Zwölf die übrigen, gleich aussehenden Grabhügel.

Als sie zu ihrem Hauptheer zurückgekehrt waren, erschlug man sie. Niemand sollte erfahren, wo Attila beigesetzt worden war.

Im Sommer 1987 kam es bei der Öffnung eines Hügels aus dem 7. Jhdt. v. Chr. zu einem »herausragendem Fund« und das wort- wörtlich:

Man fand das völlig erhaltene Skelett eines Mannes mit einem Gardemaß von 1,95 m. Dies ist bislang der größte, oder besser ausgedrückt: »der längste Kelte«, dem man bisher auf die Spur gekommen war.

In die Geschichte ging er ein als die »Riese von Rubenheim«.

Eine andere Sage berichtet davon, dass sich Attilas Grab auf  der Ommersheimer Ziegelhütte im Bettelwald befindet, wo er in einem goldenen Sarg beigesetzt sein soll. Schatzgräber wurden aber bisher nicht fündig, wohl sind aber auf der Ziegelhütte 2 und »Im Allmend«  sogar 6 Grabhügel bekannt.